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arma et scientia ex officio

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Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung@bmlv.gv.at

Kooperative Projekte > 2019

2ARMY – Automated Additive Repair and Manufacturing System

Im Zuge des Projekts 2ARMY sollen wesentliche Entwicklungsschritte zur Umsetzung einer mobilen, weitgehend autonomen Roboterzelle zur wire and arc basierten additiven Fertigung von Ersatzteilen und der automatisierten Instandsetzung von verschlissenen metallischen Komponenten geleistet werden. Im Rahmen dieser Zielsetzung erfolgt unter anderem die Auswahl eines geeigneten 3D Geometriemesssystems sowie dessen Implementierung in die bereits zur Verfügung stehende Infrastruktur, die Entwicklung von Algorithmen und Systemlösungen zur automatischen Fehlstellenerkennung und Bearbeitungsbahngenerierung, die Erarbeitung von optimierten WAAM- sowie Reparaturschweißprozessen und der Aufbau einer sicheren Datenbanklösung zwecks Speicherung diverser Prozessdaten und deren

Durch die stetige Entwicklung und fortschreitende Etablierung additiver Fertigungstechnologien wurden insbesondere im Verlauf der letzten Dekade neue Möglichkeiten in Hinblick auf die Produktion von metallischen Bauteilen geschaffen. Vor dem Hintergrund zunehmender Bedarfe im Bereich der „on Demand“-Produktion von Teilen sowie der Reparatur von verschlissenen Komponenten sollen im Zuge des Projekts 2ARMY wesentliche Entwicklungsschritte zur Umsetzung einer mobilen, weitgehend autonomen Roboterzelle zur wire and arc basierten additiven Fertigung von Ersatzteilen und der automatisierten Instandsetzung von verschlissenen metallischen Komponenten geleistet werden. Aktuelle Herausforderungen für die Umsetzung eines derartigen Vorhabens sind dabei insbesondere aber nicht ausschließlich mit der Qualität der erzeugten Bauteile verbunden. So müssen Abweichungen der erzeugten Geometrie zur vorgegebenen Bauteilkontur laufend erfasst werden können und es sind Möglichkeiten zur automatisierten Identifikation von Schadstellen beziehungsweise Geometrieabweichungen zu schaffen, um diese automatisiert instand setzen zu können beziehungsweise hierauf mittels geeigneter Bearbeitungsstrategien zu reagieren. Aus diesem Grund wird im Projekt 2ARMY unter anderem die Auswahl eines für den vorliegenden Anwendungsfall geeigneten 3D-Geometriemesssystems sowie dessen Implementierung in die für das Projekt bereits zur Verfügung stehende Infrastruktur, die Entwicklung von Algorithmen und Systemlösungen zur automatischen Fehlstellenerkennung und Bearbeitungsbahngenerierung, die Erarbeitung von optimierten WAAM- sowie Reparaturschweißprozessen und der Aufbau einer sicheren Datenbanklösung zwecks Speicherung diverser Prozessdaten und deren Analyse in Bezug auf Prozessparametereinflüsse auf die Bauteilqualität vorangetrieben. Die Möglichkeit alte und am Markt nicht mehr zu Verfügung stehende Bauteile in ausreichender Qualität zu produzieren beziehungsweise verschlissene Komponenten instand zu setzen, wirkt sich dabei nicht nur im zivilen Bereich wirtschaftlich positiv auf die Einsatzdauer von betroffenen Gesamtsystemen aus, sondern ist insbesondere auch im militärischen Kontext von Interesse. In diesem Zusammenhang kann beispielsweise die Unterstützung mobiler Instandsetzungseinheiten angeführt werden, wobei Behelfsinstandsetzungen durch additiv gefertigte Ersatz- beziehungsweise instandgesetzte metallische Schadteile unterstützt werden können und somit wesentlich zur Wiederherstellung der Feldverwendbarkeit einsatzwichtiger Waffensysteme und Geräte beitragen. Aus diesem Grund sollen sämtliche im Rahmen des Projekts 2ARMY erarbeiteten Systeme und Methoden anhand der additiven Fertigung eines, für mobile Instandsetzungseinheiten relevanten Ersatzteiles sowie der Instandgesetzten eines realen Schadteils aus dem militärischen Umfeld überprüft und evaluiert werden.