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arma et scientia ex officio

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Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung@bmlv.gv.at

F&E-Dienstleistungen > 2019

Explore AI - Studie zum Einfluss von AI auf das Militärwesen im österreichischen Kontext

Das Thema AI wird für den militärischen Bereich in naher Zukunft sowohl neue Herausforderungen als auch Chancen bieten, jedoch ist der tatsächliche Einfluss von AI-Technologien auf das Militärwesen, und speziell dem Cyber-Bereich, derzeit noch nicht erforscht. Im Rahmen dieses Projekts wird mit Hilfe explorativer Szenarienanalyse untersucht, in welchen Gebieten AI großen Einfluss haben wird, mit spezieller Rücksicht auf die österreichische Situation.

In den letzten Jahren haben sich die Möglichkeiten der Artificial Intelligence (AI) drastisch erweitert. Dies liegt zum einen an neuen Techniken und Methoden, speziell im Bereich der neuronalen Netze und des Machine Learnings allgemein, aber auch an der Verfügbarkeit günstigere und leistungsfähiger Hardware, die es jetzt auch ermöglicht, schon lange existierende Technologien effizient umzusetzen.

Im Bereich des Militärwesens hat das Thema „Machine Learning“, sowie andere AI-Techniken schon länger eine Rolle gespielt, beispielsweise in der Auswertung von Informationen (OSINT und SIGINT), der Lageerkennung, sowie der automatisierten und intelligenten Auswertung von Bildern und in Videos. Allerdings wurden in den letzten Jahren einige Fortschritte erzielt, die speziell wichtig für die militärische Anwendung sind, wie beispielsweise in der automatisierten Erkennung von sog. „Targeted Attacks“ (auf ein spezifisches Ziel maßgeschneiderte Cyber-Angriffe). Dies gilt auch für das Pendant, die Nutzung intelligenter und selbstlernender Malware für den zielgerichteten Angriff auf (militärische) Ziele. Diese Beispiele illustrieren gut den Einfluss dieser neuen Technologien auf das Militärwesen im Cyber-Bereich, der fünften militärischen Dimension.

Zusätzlich kann die früher getroffene Annahme, dass kleine Staaten großen in dieser Dimension gleichgestellt sind, nicht weiter gehalten werden, auch in dieser Domäne hat sich herauskristallisiert, dass unterschiedliche Budgets zu unterschiedlichen Möglichkeiten führen. Ein wesentliches Problem für Staaten mit geringeren militärischen Budgets ist daher die korrekte Einschätzung von Bedrohungen und Möglichkeiten dieser neuen Technologien, bei gleichzeitiger Priorisierung der eigenen Ausgaben in diesem Bereich.

Das Ziel dieser Studie liegt in der Analyse der künftigen Bedrohungen und Möglichkeiten in Hinblick auf die möglichst effiziente Verortung der finanziellen Mittel in diesem Bereich. Dazu werden wir basierend auf dem derzeitigen Stand der Technik mit Hilfe des Mittels der explorativen Szenarienanalyse mögliche Technologieentwicklung und Cyber-Defense Use-Cases systematisch mappen um Forecasts zu treffen, in welche Richtungen sich Technologien und Anwendungen entwickeln können. Dabei werden nicht nur mögliche Entwicklungen in der AI selbst analysiert, sondern auch gesellschaftliche und technologische Trends in der Zukunft, da diese wesentlichen Einfluss auf das Verhalten von Personen, der Nutzung von AI im persönlichen Umfeld, aber auch der Strategie im militärischen Umfeld haben werden. Speziell die gesellschaftliche und politische Entwicklung in diesem Gebiet muss vor dem Hintergrund verschiedener internationaler Aktivitäten im Bereich der ethischen Vertretbarkeit der Nutzung von autonomen Waffensystemen (auch im Cyberbereich) gesondert betrachtet werden.